zurück Rückblicke 
 

 
                                                   Von Martinique zu den Virgin Islands

30.3.2008

Es wird Zeit, dass wir mal wieder einen Törnbericht abgeben. Nach einigen Wochen in La Marin ( Martinique) und kleinen Schiffsreparaturen sind wir nun endlich wieder auf dem Meer zu finden. Es wurde auch Zeit. und die  nächste Crew wartet auf uns in den Virgin Islands,. Da es momentan in der Karibik kalt ist ( 25 Grad) und wir viel Wind haben, ist es an der Zeit unser drittes Reff  auszuprobieren.  Kurze Anmerkung: Die Hühner legen keine Eier und Birgit schläft nachts mit Socken. Vielleicht sollten wir im Herbst einige deutsche Hühner zwecks einkreuzen in die Karibik einführen, denn bei 25 Grad legen ja die Hühner in Deutschland erst richtig. Ja und was Birgit betrifft, dass wird schon ( Abhärtung ist gesund) übrigens sitzt sie nach dem Sonnenuntergang mit langen Hosen im Cockpit
Nun zu unserem dritten Reff , normalerweise hat die Standardbeseglung nur zwei Reffs .Ich habe  im Jahr 2004 mir das Reff einnähen lassen ,um in den nördlichen Breiten bei Starkwinden die Juba  besser segeln zu können. Aber erst in der Karibik sollte es zum Einsatz kommen Aber dazu später. Unser Routenplan führte uns von Martinique über Dominica, Guadeloupe (auch Iles des Saintes) Antigua, Nevis, St. Christopher, St Eustatius nach St Marten, auf der Strecke von Martinique nach Dominica hatten wir sehr viel Wind ,selbst auf den Leeseiten der Inseln waren starke Fallwinde ( bis zu 40 Knoten) keine Seltenheit Wir hatten zwei Reffs und die Starkwindfock gesetzt
Es war immer noch zu zu viel Segelfläche. In der Prinz Robert Bay auf Dominica habe ich dann endlich das dritte Reff eingebunden. Am nächsten Morgen ging es dann los nach Guadeloupe ( 30/35 Knoten Wind, Welle 2 bis 2,5 m, Sonnenschein) herrliches Segelwetter. Vor uns und zur gleichen Zeit liefen einige Yachten 
( viele Charteryachten) aus , natürlich ungerefft oder  nur mit einem Reff. Die Juba legte sich leicht auf die Seite und marschierte los. Sieben bis acht Knoten und die Welle etwas schräg von Hinten machte uns so schnell, dass wir leider einige Boote einholen mussten. Angenehmer Ruderdruck  und trocken gesegelt.  Sehr schmerzlich war es für die Beneteau  Oceanis 43 ,sie haben uns in der Bucht (Iles de Saintes) sehr oft gegrüßt und lange beobachtet. Warum erzähle ich diese kleine Geschichte? Vielleicht ist es ein Tipp, der vielen Seglern bekannt ist , aber in der Praxis immer noch aus Unerfahrenheit oder  auf  falschem Material  und menschenbelastenden Egoismus zurück zu führen ist. Na ja die Crew der Juba hatte einen schönen Segeltag und wird nun auch öfter mit kleinen Segelflächen fahren. Birgit passt da schon auf.
Das war ein Törnbericht etwas anderer Art. Über die Menschen , die Inseln und Buchten werden wir im nächsten Törnbericht informieren.

 Hier klicken zu  Rückblicke