4 Abschnitt  2. Etappe                          La Curuna    nach Ralswiek auf Rügen                              zurück Karte

Am Dienstag, den 11.Juni sind wir in Richtung Bilbao aufgebrochen. In Gijon  werden wir noch einen Zwischenstop für einen Tag einlegen. Adam
muss nach Deutschland zurück und wieder arbeiten. Birgit, Klaus und ich segeln weiter in Richtung Brest. Also immer an der Küste entlang. 

Leider hatten wir bis Gijon kaum Wind. Also Abendbrot und Frühstück im Cockpit.
Wir segeln bzw. motoren an der spanischen Nordwestküste entlang. An unserer
Steuerbordseite sehen wir die wunderschöne Berglandschaft , die ab und zu von 
fjordähnlichen Einschnitten unterbrochen wird. Besonders schön sind die durch die 
Morgensonne angeleuchteten  schneebedeckten Bergspitzen der Kordilleren.  
Auch wenn es die ganze Nacht nach chemischen Abgasen gerochen hat, hier an der 
Küste entlang zu segeln, die Seele  baumeln zu  lassen ist etwas besonderes. 
Viele kleine Fischerboote sind unterwegs und signalisieren uns, dass es hier Fisch geben
 muss. Auch unsere Angel ist ausgefahren aber ohne Erfolg. Wenn wir bis Gijon keinen
Fisch gefangen haben., gehen wir zu den Fischern und holen uns einen Fisch. Diese Peinlichkeit muss ja keiner erfahren.
Es ist   der 20. Juni 14 Uhr , wir liegen in Fuenterrabia die Crew schläft.  Eigentlich wollten wir heute um 8 Uhr in Richtung La Rochelle  ca. 160 sm 
aufbrechen. Seid vier Tagen regnet es ununterbrochen. . Dazu kommt noch, dass auf der Biskaya ein Tiefdrucksystem mit 40 Kn Wind und 4 m 
Wellen in Richtung Osten zieht. Im Laufe des Tages soll der Wind aber nachlassen und die Sonne scheinen. Soll und macht es aber nicht. Es 
regnet und regnet. Die Außentemperatur liegt bei 14 Grad und die Bootsheizung läuft schon seit Stunden. Eigentlich sagt man, dass über    
Spanien immer die Sonne lacht. Wenn ich so zurückdenke hatten wir auf unserer ganzen Weltumsegelung insgesamt weniger Regentage als hier 
an der spanischen Nordwestküste. Aber wie jeder weiss, kommt nach schlechtem Wetter immer gutes Wetter, man muss nur Geduld haben.
Was macht ein Skipper in so einer Situation?  Er kocht für die Crew ein Käffchen  und hofft, das der Kaffeeduft sie wach macht. Na ja und 
das tat er auch und zur gleichen Zeit kam die Sonne.  Um 17 Uhr haben wir dieLeinen gelöst und sind in Richtung Frankreich  aufgebrochen.

Am 21.06. konnten wir Port Medoc am Horizont sichten. Mit einlaufendem Tidenstrom waren die letzten 15 sm schnell passiert.

Da der Wetterbericht zwar kein schönes Wetter ankündigte aber segeln möglich war, sind wir am 22.06. gegen 6 Uhr in Richtung Les Sables 
D Olonne ausgelaufen. Der auslaufende Tidenstrom brachte uns hohe Wellen und 8 Kn Speed. Gegen 16 Uhr passierte die Juba nach 
einem 75 sm Törn die Mole von Les Sables D Olonne.
Am 25 06. ist das neue Tiefdruckgebiet durchgezogen und wir legen ab in Richtung Brest.

                                           Port Medoc

Les Sables D Olonne

Wir haben Brest am 27.06. erreicht. Der Törn nach Brest war-  wenn man davon absieht, dass Klaus fleißig geangelt hat- ohne große Ereignisse. 
Mit der Ankunft in Brest geht unser Törn  links um die Biskaya zu Ende. Wir haben in den gepflegten und modernen Marinas nicht einen 
deutschen Segler getroffen,aber auch nur drei englische Boote gesehen. Die Ausstattung,  die hohe Anzahl der Marinas und die vielen Boote
auf dem Wasser haben unsere Auffassung bestätigt, dass die Franzosen eine Seglernation sind. Das wir keine deutschen Segler gesehen haben, 
mag daran liegen , dass viele die Biskaya in Richtung La Curuna überqueren und dann an der spanischen Westküste weitersegeln . Sicherlich 
ist das Segeln in tidenabhängigen Gewässern - hier besonders die französische Küste- nicht jedermanns Sache. Dagegen steht das dichte Netz
an Marinas die in Tagestörns gut erreicht werden können. Leider war das Wetter nicht immer angenehm . Obwohl eigentlich der Juni warm sein  
sollte, haben wir bis Brest die Heizung ständig angehabt . Die tiefste Tagestemperatur haben wir mit 14 Grad und die tiefste Nachttemperatur mit
mit 8 Grad gemessen. Insgesamt war dieser Törn eine Bereicherung unserer Weltumsegelung. 
Am 28.Juni kommt Michi an Bord und Klaus fliegt am 29 Juni wieder nach Hause. Klaus sagte gerade: "Der vierwöchige Urlaub auf der Juba 
war viel zu kurz. .Ich würde am liebsten noch mal vier Wochen bleiben ."
Es ist der 8 Juli wir liegen in Oostende ( Belgien). Morgen geht es weiter in Richtung Vlissinjgen, das liegt etwa bei Rotterdam. Hier müssen wir 
entscheiden, ob wir die stehende Mastrote fahren , oder weiter in Richtung Den Helder. Das Wetter ist ja nun besser geworden aber leider kommt

 oben : Toern nach Brest  Klaus und Birgit 

 oben :Guernsey Strandwanderung

oben: raue Küste auf Guernsey

oben: Guernsey hat 60000 Einw., liebevoll rekonstruierte Häuser.und
 keine Wolkenkratzer geben der Insel einen kleinstädtischen Charakter

oben: Hafen von Boulogne

oben:  auf dem Weg nach Cherbourg, Michi geht es gut

der Wind genau von vorne und das soll auch noch so bleiben. Michi : " Eigentlich müssten wir Juba Sailing in Juba Adventures umbenennen. Wir bekommen hier alles 
geboten, mal kein, mal viel Wind aus allen Richtungen, auf unseren Nachtfahrten Nebel und am Tage jede Menge Segelboote. Dazu gibt es jede Menge
Entspannung und Spaß ".
Wir haben uns für die stehende Mastroute entschieden. Am 10 Juli  erfolgte der Start in Vlissingen. Mehr Infos zu der stehenden Mastroute hier
Am Freitag, 18.07 sind wir in Borkum gegen 6 Uhr gestartet und gegen 21 Uhr in Cuxhaven eingelaufen. Michi ist am Sonnabend noch  Hamburg gefahren
um an dem Hamburger Triathlon teil zu nehmen. Helge hat es in Hamburg nicht mehr ausgehalten und ist am Sonnabend aufgestiegen. 
Am Montag, 22 07 sind wir weiter in Richtung NOK, Ostsee  und Ralswiek gesegelt. Helga hat uns bis zum Gieselaukanal begleitet. 
Pünktlich wie abgesprochen sind wir am 3. August in Ralswiek eingelaufen

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