1 Abschnitt , Ralswiek zu den Canaren   5. Etappe             La Curuna nach Lissabon                               zurück   Karte

Heute ist der 17.09.2011 wir liegen in Lissabon in der Marina  Alcantar. Die neue Crew ist auch schon eingetroffen, Helga, Susanne und Bernhard werden uns auf dem Törn nach Madeira begleiten. 
Nun aber zu unserer Küstenfahrt von La Curuna nach Lissabon. Während der ganzen Strecke hatten wir mit Nebel, Fischernetzen und relativ hohen Wellen zu tun. Der Wind war gering und kam meistens aus der falschen Richtung. Michi hat von Portosin aus planmäßig seine Heimreise angetreten und ist gut in Hamburg angekommen. Birgit und ich haben uns die Strecke in kurzen Abschnitten von 30 sm bis 60 sm eingeteilt , so konnten wir jeden Abend einen neuen Hafen anlaufen.
Nebel und die vielen Fischernetze erforderten ständiges Ausguckgehen. Obwohl das Meer so groß ist, lag genau auf unserem Kurs ein Fischerboot  ( mit Radaranlage) das unbeeindruckt von den Witterungsbedingungen seiner Arbeit nachging . Ca. 50 m vor der drohenden Kollision konnten wir nach Steuerbord ausweichen und im Abstand von 25 m vorbeifahren. Ein Fischer guckte kurz , hat wohl gedacht , das ist die Irrfahrt des Odysseus .Unser AIS zeigte das Boot nicht an und die Fischer hatten keine Radarwache eingeteilt. Was nützt ein Nebelhorn, wenn der Fischer nicht ausweichen kann. Portugiesen haben uns erzählt , dass im September immer mit viel Nebel ( ca. bis 14 Uhr) zu rechnen ist. Die Hafeneinfahrten von Aveiro und Figueira Do Foz sind bei laufender Dünnung (2m bis 3 m) aus westlichen Richtungen  immer kritisch. Ursache ist der Tidenstrom und das  flache Wasser an der Moleneinfahrt. Wir haben uns die Strecken so eingeteilt , dass wir mit dem Strom einlaufen konnten. In Figueira Do Foz lagen wir  und andere Segelboote dann doch zwei Tage im Hafen, ein Auslaufen war nicht möglich. Na ja und wenn die Juba nicht ausläuft , dann wollten die Anderen (Franzosen, Engländer, Holländer, Deutschen usw.) auch nicht. 
Ein Vorteil hat so ein von der Natur aufgezwungener Hafentag. Am späten Nachmittag kam es zu einer spontanen Party mit internationalem Flair und  der Erkenntnis ,Langfahrtsegler sind alle gleich gestrickt. 
Die Küstenlandschaft  ab Figueira Do Foz ist sehr stark bebaut. Die neuen und modernen Gebäude (Wohngebäude und Hotelanlagen ) ziehen sich bis Lissabon hin. Sie bilden eine Satellitenstadt ähnliche Kulisse. Ob die Gebäude alle genutzt werden ? Drei Tage Lissabon sind einfach ein Muss. Wir sind den Teje bis zur Stahlbrücke hochgesegelt und haben uns in der Alcantaramarina, einenm etwas lauten aber dem Stadtzentrum nahen Liegeplatz,  festgemacht. Stadtbesichtigung, Verproviantierung und der Einbau eines neuen Batterieladegerätes bildeten den Schwerpunkt in Lissabon.

Die Cascaimarina  am Ausgang des Teje ist eine der schönsten Yachthäfen, die wir angelaufen sind. Im Jahre 2008 fertiggestellt , modern und harmonisch in die Stadt eingebunden, leider auch sehr luxuriös und teuer ( 1 Nacht 56 € Liegegebühr ) bildet die ideale Voraussetzungen , um zu den atlantischen Inseln zu starten. Über den Törn nach Madeira ,Seekrankheit, ein Schwede 72 Jahre und ein kleines Boot, das Essen an Bord, usw.. werden wir in unserem nächsten Törnbericht schreiben.

 

-Bild oben links und Mitte :                             Wir können den Hafen von Figueira Do Foz nicht verlassen ( Aufnahmen eines Kanadiers)
-Bild oben rechts und unten links :                  Kleine Seglerparty Musik aus Holland und Frankreich
-Bild unten Mitte  :                                           Häuserfront bei Cascais
-Bild unten rechts  :                                          Seefahrerdenkmal am Teje in Lissabon

 

 
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