Reisebericht 3. Abschnitt 4. Etappe                          von den Marquesas bis Bora Bora                                         zurück Karte

                                                                                                                                                               

 
 
 
 
Es ist immer ein schönes Ereignis, wenn wie 
unsere Vereinsflagge einem Yachtclub übergeben 
können.
Im Auftrage des Bora Bora Yacht Clubs sollen
wir unsere Segelgemeinschaft recht recht 
herzlich  grüssen.
 
 
 
 
Am 27.03 2012 sind wir auf Hiva Oa  angekommen. Bis zum 16.05.2012 haben wir uns vorgenommen Bora Bora zu erreichen . Uns war klar, dass wir nicht alle Inseln franz. Polynesiens besuchen können. Nach dem wir eine Hochzeit besucht , ein leckeres im Erdofen gegartes Essen zu uns genommen, Wasser  und Diesel gebunkert hatten ging es nach einer Woche auf Hiva Oa weiter . Unser nächstes Ziel , das Manihi Atoll in den Tuamotus (ca. 490 sm) . Leider sind wir etwas spät am Pass angekommen und wollten nicht  sechs Stunden auf Stillwasser warten. Also rein in die Lagune. Das ausströmende Wasser brachte uns 6 bis 7  Kn. Gegenstrom. Unter voller Motorleistung gelang es meterweise durch den Pass zu kommen. Nach einer dreiviertel Stunde war es geschafft. Der Motor hat uns nicht im Stich gelassen. Nach etwas Suchen viel der Anker auf 18 m Wassertiefe unser erstes Ringatoll  lag in türkisfarbenem Wasser vor uns. Später haben wir erfahren, das eine Segelyacht durch den Strom auf ein Riff gedrückt worden ist und das Ruder Totalschaden erlitten hat . Auf Manihi leben 370 Menschen, die früher als die Perlenzucht noch rentabel war, ganz gut davon leben konnten. Ein einheimischer Perlenzüchter , der heute sein Geld als Bäcker verdient , hat uns zu einer Tour zu seiner Perlenfarm eingeladen.
Birgit schrieb in Ihrer Mail an Segelfreunde:
" Es war einzigartig. Wir haben die Austern vom Baby bis zur Ernte zum Anfassen erlebt. Wir haben die Impfung gesehen und durften selbst große Austern mit entsprechenden Werkzeug öffnen und den spannenden Augenblick erleben, ob eine Perle drin ist 
und wenn ja sie behalten. Wir haben die Perlen aus 5 m Wassertiefe mit Schnorchel geerntet, ach war das toll, sind dann in eine Hütte auf Pfählen
mitten in der Lagune gefahren um sie zu öffnen. alles ganz  ganz einfach und bescheiden nur die Werkzeuge waren wie beim Zahnarzt

Bild oben Links   ; Perlenfarm
Bild oben Mittes : Perlenzüchter und zu gleich Bäcker
Bild oben Rechts : Birgit öffnet eine Auster
Bild unten Links  : Birgit geschafft
Bild unten Mitte  : Diese Auster hatte eine Perle, 30% der Austern haben keine Perlen
bild unten Rechts : Birgit hat eine Südseeperle
Na ja nun haben wir alle Perlen aus der Südsee die zu Hause noch in Schmuck umgewandelt werden müssen. Nach drei wunderschönen und erlebnisreichen  Tagen auf Manihi wurde es Zeit den Anker zu lichten. Was sich als nicht so einfach herausstellte. Die Ankerkette hatte sich mehrmals um einen auf 18 m  Tiefe liegenden toten Korallenstock gewickelt. Der Bäckermeister und sein Sohn kamen uns zur Hilfe. Nach ca.  eineinhalb Stunden tauchen ( 10 m nur mit Schnorchel) war der Anker wieder frei. Nun noch schnell durch den Pass und auf nach Ahe und Rangiroa ( 120 sm). Ahe erschien uns nicht so interessant und nach zwei Stunden haben wir den  Anker gelichtet und eine herrliche Nachtfahrt brachte uns nach Rangiroa. Rangiroa ist das zweitgrößte Ringatoll der Welt. In der Länge sind es 41 sm und an der breitesten Stelle 17 sm . Die Tage auf Rangiroa waren mit Schnorchel , Baden und Landgängen schnell ausgefüllt. Uns interessierte eine Hotelanlage dessen Häuser bis weit ins Wasser reichen. Preise von 400 Dollar bis 700 Dollar ( Häuser im Wasser) pro Tag ohne Verpflegung sind schon  dekadent und stehen im Wiederspruch zu den teilweise ärmlichen Leben der Polynesier in Rangiroa. 
Bild Links : Teil einer Hotelanlage , diese Anlagen stehen fast auf allen Insel
Bild Mitte und Rechts : Das Rangiroa-Atoll ( 17 sm Breit und 40 sm Lang) max. 2 m bis 3 m über Meeresspiegel  
Für die Juba war auf Tahiti ein neuer Unterwasseranstrich und Kleinreparaturen geplant. Papeete die Haupt- und Verwaltungsstadt von franz. Polynesien hat dafür gute Bedingungen. Nach 2 Tagen und rund 220 sm sind wir am 09.05.2012   in Papeete eingelaufen. Papeete ist eine Stadt wie man sie auf der ganzen Welt findet , laut. staubig. modern und vielen Geschäften. In Papeete ist alles dreimal so teuer wie in Deutschland . Für den Travellift, eine Woche an Land und Unterwasseranstrich und kleine Reparaturen ( selbst durchgeführt) haben wir 3200 € zahlen müssen. Ein Impeller kostet 120 € in Deutschland ca. 30 €. Natürlich möchte man auf Grund dieser Bedingungen nicht lange auf Tahiti und seiner Stadt Papeete bleiben. Des weiteren sind sie der Ausgangspunkt  für Segeltörns zu den Gesellschaftsinsel. Die Gesellschaftsinsel sind nach Meinung aller Segler die schönsten Inseln in franz. Polynesien. Von Tahiti aus ging unsere Reise weiter nach Moorea, Huahine, Raiatea und Tahaa sowie Bora Bora. Kennzeichnend  für alle diese Inseln sind die hohen Vulkanberge, die ruhigen durch Riffe geschützten Buchten und das üppige Grün. Die Buchten laufen ringförmig um die Inseln , was die Möglichkeit bietet zw. Außenriff und Insel zu segeln. Alle Gesellschaftsinseln sind sich sehr ähnlich. Sie sind einfach wunderschön. 
Bild oben Links    : Siedlungsstätte der Polynesier ca 2000 Jahre alt
Bild oben Mitte    : Hütte aus der Besiedlungszeit
Bild oben Rechts  : Brotfruchtbaum  die Brotfrucht ist auch Bestandteil unseres Speiseplanes auf der Juba
Bild unten Links   : Die Ukulele ist immer noch zu hören
Bild unten Mitte   : Besuch bei Leo , ein engagierter Naturschützer, der sich um den Erhalt des Wasserschildkrötenbestandes kümmert
Bild unten Rechts : Hochzeitspaar ( am Abend) ,Birgit, die Crew der Eva, alle Besucher müssen rote Kleidung tragen,
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