3. Abschnitt 3. Etappe                                        Galapagos zu den Marquesas                                                                zurück  Karte

 
Diesen Reisebericht haben wir auf See geschrieben. Also, ein Logbuch unserer Fahrt von Galapagos über den pazifischen Ozean nach  französisch Polynesien. Zielhafen ist HIVA  OA auf den Marquesas.
1.Seetag  (04.03.2012 )  Heute um 12 Uhr haben wir den Anker aufgenommen um in Richtung Marquesas zu starten. Die Crew fuhr  noch einmal mit dem Wassertaxi an Land. Birgit musste  uns ausklarieren und ich unsere Internetseite aktualisieren. Das Erste klappt ohne Probleme . Das Aktualisieren der Internetseite ist auf Grund des inselweiten Stromausfalls nicht möglich gewesen. Der Reisebericht über die Galapagosinseln kann erst Ende März gelesen werden.
Wir laufen unter Segel  und Motor in Richtung Marquesas  rund 2970 sm  ( 5500 km) Wasser und nur  Wasser liegen vor uns . Viele Fragen gehen uns durch den Kopf:  haben wir nichts vergessen, werden wir den Strapazen gewachsen sein?
2. Seetag  (05.03.2012)  zurückgelegte sm:  130  
Am 5. März trat ich (Regina) um 6:00 Uhr meine Wache an. Die Wellenhöhe war gering, der Wind mäßig und ich zog den Kurs durchs Wasser. Es dämmerte und die Sonne zeigte sich am Horizont. Mit mir und der Welt im Einklang genoss ich diesen Augenblick der Ruhe und des Glücks. Plötzlich sah ich ein sehr kleines, sehr schnelles Boot mit drei Männern. Sie fuhren immerfort hin und her. Eine große Geschäftigkeit war zu beobachten. Auch eine schwarze Flagge wehte in ihrer Nähe. Was sie taten, war nicht zu erkennen. Ich schaute durchs Fernglas, das brachte mich nicht weiter. Meine Gedanken schwirrten, solch ein kleines Boot ohne Mutterschiff  hier draußen in ca. 130sm vom Festland, wie kamen sie hier her, wie kommen sie zurück, sind es etwa Piraten? Mir wurde mulmig. Ich weckte Birgit, sie kam und schaute. Endlich drehten sie ab und fuhren fort. Doch das sehr schnelle kleine Boot war schon hinter uns und längsseits. Ich stürzte hinab um Uwe zu holen. Als Uwe erschien, hatten die Männer schon mit Birgit Kontakt aufgenommen und baten um Wasser. Es stellte sich heraus, es sind Fischer, die auf Thunfischjagd sind. Sie bekamen von uns zwei große Flaschen Wasser und waren schon wieder fort. Wir waren erleichtert und unsere Angst wich. Fünf Minuten später kamen sie wieder längsseits. Sie brachten uns einen Mahi Mahi (Goldmakrele), dem sie durch Rachen ums Maul ein Tau gebunden hatten. Sie warfen uns das Tau zu und schenkten uns diesen Fisch von 20 Kg. Wir hatten nur noch das Tau einzuholen, den Fisch abzubinden und das Tau zurückzugeben. Später sahen wir das Mutterschiff im Schlepp mit acht kleinen Schnellbooten in Richtung Galapagos fahren.
3. Seetag  (06.03.2012)  zurückgelegte sm :  146
Marita- Eine Möwe kommt zu Besuch. Kurz vor Sonnenuntergang. Es scheint ihr zu gefallen. Sie bleibt die ganze Nacht und ruht sich aus. Am nächsten Morgen fliegt sie davon. Auf Wiedersehen, Du Schöne!
4. Seetag  (07.03.2012)  zurückgelegte sm :  142
NACHTWACHEN UND MEER Gelenkt wird hier nicht. Hier wird gesteuert. Das habe ich ( Marita )schnell begriffen. Auch dass Steuerbord rechts und Backbord links ist. Pazifik klar! Aber wie ist das mit Lee und Luv? "Bei Luv in die Stub, bei Lee in die See," gibt mir Uwe als gut gemeinte Eselsbrücke mit auf den Weg. O.K., sollte mir schlecht werden, werde ich das beherzigen und mich zur Wind abgewandten Seite begeben. Aber wie ist das beim Lenken - pardon - beim Steuern? Ich stehe am Lenkrad - pardon - am Steuerrad und meine Augen kleben am Tacho - pardon - am Kompass. 240 Grad West/ Südwest ist die Vorgabe und ich habe keinen Blick für die Schönheiten um mich herum. Kurs halten und ja nicht so viel abfallen, dass die Segel flattern, aber auch nicht so viel anluven, dass eine Welle ins Schiff klatscht. Das ist alles was zählt.
Als für die (große) Pazifiküberquerung die Wachen eingeteilt werden, wird mir Angst und Bange. Zwei Stunden  lang soll ich das Schiff steuern und auch noch nachts? Oh, Gott! Aber zum Glück dürfen Erik und ich Doppelwache  halten, 4 Stunden gemeinsam mit 6 Stunden Pause immer im Wechsel (Birgit, Regina und Uwe halten 2 Stunden  Einzelwache mit 8 Stunden Pause im Wechsel). Alle 30 Minuten übernehme ich von Erik das Steuer und ich finde  es sehr, sehr anstrengend. Ich luve an und falle ab. Ich halte Kurs, auch wenn die Muskeln schmerzen. ( Bei Yoga höre ich an dieser Stelle immer auf). Die Milchsäure fließt, aber ich lasse nicht los. Der Wind bläst uns lauwarm um die Ohren und wir tanzen über die Wellen. Mehr und mehr wende ich den Blick auch mal weg vom Kompass. Es  ist unbeschreiblich schön. Der runde Mond leuchtet für uns (hier nimmt er andersherum zu), das Kreuz des Südens ist fast immer sehr gut zu sehen, ebenso die Milchstraße. Was für mich völlig neu ist, ist das wundersame Planktonleuchten. Michael Ende, der "Vater" von Jim Knopf, muss Segler gewesen sein. Hier kann man an seine  liebenswerten Meeresbewohner wirklich glauben. Und die fliegenden Fische! Mensch, was fliegen die weit!
Ja, und was geschah letzte Nacht? Erik und ich hatten Hundewache (von 0.00 Uhr bis 4.00 Uhr), die für den Biorhythmus am  wenigsten geeignete. (Was können eigentlich die armen Hunde dafür?) Prompt hat unser Miniwecker nicht geklingelt. Wie es sich für eine gute Steuerfrau gehört, werde ich just 10 Minuten vor Mitternacht wach und schaffe es gerade noch, Uwe pünktlich abzulösen. Ich habe Erik schon immer um seinen tiefen Schlaf beneidet und entschließe mich dazu, ihn weiter schlafen zu lassen. In den nächsten 2 Stunden steuere ich alleine das Schiff, ganz selbstverständlich und ohne Angst und Probleme. Nur zweimal flattern die Segel, ansonsten halte ich gut den Kurs bei immerhin 6 - 7 Knoten (mal  1,8 = Kilometer). Um kurz vor 2 werfe ich den Autopiloten an ( noch vor einer Woche traute ich mich nicht, diesen Knopf zu drücken) und wecke Erik. Der weiß nicht, wie ihm geschieht. Glücklich und ein bisschen stolz  übergebe ich ihm das Steuer und lege mich wieder aufs Ohr. Aber trotzdem - die nächste Wache halten wir wieder zusammen. Ist vieeeel schöner!!!
5. Seetag  (08.03.2012)  zurückgelegte sm :  154
Der Passatwind weht mit 15 Kn und fällt etwas schräg von achtern ein . Wir laufen 6 bis 8 kn ( mit der Strömung). Die Segel sind voll Wind und die Sonne scheint. Also ein Segeltag den man sich nur wünschen kann. Ich gehe nach unten und gucke mir die Karten an. Dabei fällt mir Thor Heyrdahl ein , der 1947 von - ich glaube Peru aus- mit der Kon-Ttiki nach Polynesien segelte. Er und seine Crew segelten mit einem Schilfboot ca. 3600 sm ( ca.6600 km). Er hat  bewiesen, dass es möglich war, mit so einem Schiff von Südamerika nach Polynesien zu segeln. Die Besiedlung Polynesiens erfolgte ( so hat man später herausgefunden)  von Indonesien aus. Trotzdem es war eine großes Abenteuer und eine hervorragende seglerische Leistung. Seine Bücher habe ich  in jungen Jahren verschlungen. Heute segeln wir in seinen Spuren, da fängt man an zu  träumen.    
6. Seetag  (09.03.2012)  zurückgelegte sm :  165
Die Wetterbedingungen haben sich nicht geändert. Wir sind glücklich und zufrieden. Heute berichte ich einmal wie die Kommunikation organisiert wird. Also, wir haben ein Iridiumtelefon an Bord, das wir nutzen, um unsere Familien anzurufen. Es eignet sich auch sehr gut für den Seenotfall , denn es ermöglicht uns von der Rettungsinsel aus alle gewünschten Telefonnummern anzurufen. Des Weiteren können Wetterinfos eingeholt werden. Kostengünstiger ist in diesem Fall der Kurzwellensender (KW) Sender mit Pactoranschluß. Für 200  $ im Jahr können wir über Airmail in Kombination mit Sailmail Mails empfangen .Alle zwei Tage holen wir uns den Wetterbericht ( kostenlos) und laden uns die Grib Dateien auf unser Navigationsprogramm. Auf der elektronischen Karte sehen wir das Wetter und unsere Position und können so den besten Kurs zum Ziel bestimmen. Einmal am Tag, in der Regel zwischen neun und zehn Uhr, sprechen wir über den KW Sender mit den Schiffen, die an der World ARC teilnehmen. Die Kommunikation erfolgt in englischer Sprache. Da auch einige deutschsprachige Schiffe teilnehmen, haben wir eine inoffizielle  Telefonrunde organisiert. Die zwei UKW Geräte spielen auf See eine untergeordnete Rolle. Im Hafen sind sie unsere wichtigsten Geräte. Anmeldung Hafenbehörde , Bestellung Diesel, Wasser usw. läuft alles über UKW. Wer in das Dingi einsteigt, nimmt das UKW Handy mit,  um im Notfall Hilfe zu bekommen. Alle diese Kommunikationsgeräte müssen ständig in Ordnung und einsatzbereit sein. Heute ist uns ohne Vorankündigung die KW Antenne gerissen .Auf See gibt es nun mal keine Werkstatt. Ohne Antenne geht kein KW Sender und so haben wir mit Hilfe der Dirk, einer Leine und einem sieben Meter langen Kupferkabel eine Notantenne geriggt. In drei Stunden war der  Funkkontakt wieder hergestellt und  klappt bestens. 
7. Seetag  (10.03.2012)  zurückgelegte sm :  162
Immer noch gute Wetterbedingungen. Wir kommen gut voran. Vielleicht schaffen wir es bis zu meinem Geburtstag auf den Marquesas zu sein. Heute haben wir das restliche Brot ins Meer werfen müssen. Für mich ( Birgit) Anlass mal meine Erfahrungen bei der Verproviantierung aufzuschreiben. Ihr könnt mir glauben, es ist einer der wichtigsten, aber auch schwersten Jobs auf einem Schiff. Grundsätzlich kalkulieren wir zu den geplanten Segeltagen noch eine Woche dazu. Des weiteren eine Notreserve. Hierbei handelt es sich um Produkte, die eine sehr lange Haltbarkeit haben.  So zum Beispiel Rügener Fischprodukte in Konserven  (75 Dosen), die wir seit Juli 2011 an Bord haben. Was wir einkaufen, wird mit allen Mitseglern durchgesprochen und dann gehen bzw. fahren wir zu dritt in die Supermärkte ( wenn es welche gibt). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Aussage vieler Mitsegler "ich esse alles was auf den Tisch kommt, macht Euch bloß nicht solche Umstände  " auf See nicht gilt. Je länger ein Segeltörn dauert, je wichtiger werden die täglichen Malzeiten.   So, nun mache ich eine Schreibpause, denn ich bin heute mit dem Kochen dran. 
8. Seetag  (11.03.2012)  zurückgelegte sm :  150
Einige Gedanken zu unserem Speisenplan. Dank gut gefüllter Backskisten war er sehr abwechslungsrich. Jeder von uns hat gekocht, es gab jeden Tag gegen 18 Uhr eine warme Mahlzeit und wir lernten viele Regionalgerichte kennen. Natürlich nimmt am Ende eines so langen Törns die Improvisation zu aber es hat immer geschmeckt. Die Haltbarkeit der Lebensmittel ist ja auch sehr unterschiedlich. Wichtig ist was und wo man einkauft. Wir hatten auch über den Pazifik wie beim Atlantik bis zum Schluss noch etwas Obst und Gemüse. Äpfel (gelb u. grün), Mangos und sogar Melonen halten lange. Leicht verderblich sind Ananas ,Bananen und sogar Mohrrüben. Ganz wichtig ist die Qualität. Die roten Äpfel sahen außen wie gemalt aus ,waren aber innen schlecht. Ja und das liebe Brot, es gibt auf diesem Teil der Welt kein abgepacktes. Wir konnten aber Hefe besorgen, natürlich auch Mehl und so wurde jeder zum Bäcker. Jeden 2.Tag ein frisches Brot und das rieeecht !!!!
Uns geht es doch richtig gut.
10. Seetag  (13.03.2012) zurückgelegte sm :  161
Ich ( Birgit) habe 7,5 Stunden am Stück geschlafen und als ich an Deck kam sagte mir Uwe, dass wir eine Goldmakrele gefangen haben. Heute Abend gibt es also Fisch. Das Wetter wie ich sehen kann, ist genau so wie gestern. Wir kommen gut voran. Marita ist dabei die Eier mit Speiseöl einzureiben. Anregung für mich meine Gedanken über die Verproviantierung fortzusetzen. Wasser und Getränke sind  auf  See das Wichtigste. Einige Schiffe haben einen Wassermacher an Bord und sind in diesem Punkt unabhängig. Das Wasser in den Tanks ( 360 l ) benutzen wir um zu Kochen und  für die Körperhygiene. Und zusätzlich werden pro Crewmitglied und Tag (einschließlich 10 Reservetage) 1,5 l zum trinken ( reines Trinkwasser aus der Kaufhalle) eingeplant. Weitere Getränke wie Cola, Säfte, Milch, Bier, Wein usw. ergänzen den Getränkebedarf nach Crewwunsch. Wichtig ist, dass immer eine Trinkwasserreserve unmittelbar an der Rettungsinsel deponiert ist.
9.  Seetag  (12.03.2012)  zurückgelegte sm :  157
Der Passatwind nimmt langsam ab. Hoffentlich bekommen wir keine Passatstörung, in dieser Jahreszeit ist das nicht ungewöhnlich. An Bord läuft alles in ruhe ab. Außer lesen , schlafen und essen , gibt es nicht viel zu tun
11.Seetag  (14.03.2012) zurückgelegte sm :  152
Ich sitze im Salon, weil es draußen gewittert und regnet. Birgit , Marita und Erik sitzen im Cockpit und steuern das Schiff. Regina liest ein Buch. Normalerweise segeln wir eine Gewitterfront bzw. Squalls aus. Diesmal hat es nicht geklappt. Trotzdem konnten wir die Segel und die Antenne bergen. Birgit war gleich ( wie immer) die Erste in kompletter Regenmontur. Die Front wird bald durchgezogen sein und der Passatwind wieder seine Arbeit machen. Heute ist Bergfest , denn wir haben die Hälfe der Strecke zu den Marquesas geschafft. Es sind nur noch 1480 sm zu segeln. Leider nimmt die Gewittertätigkeit zu. Aber ich brauche mir keine Sorgen machen , die Crew hat das voll im Griff , wie ich heute sehen konnte.
12. Seetag  (15.03.2012) zurückgelegte sm :  139
Der Tag verlief ohne Besonderheiten. Wir hatten wenig Wind und ab und zu kam eine Regenfront durch. Die Nacht war dagegen das Feuerwerk. Blitze ( von allen Seiten), Donner, Regen, Wind und Flaute waren die ganze Nacht bei uns. Im Schiff sind alle Lucken geschlossen und es ist sehr warm, oben im Cockpit regnet es. Kommt der Wind,  Segelfläche vergrößern, kommen die Windböen, Segelflächen verkleinern , kein Wind, Motor an ( damit das Schiff nicht so rollt). Das sind natürlich alles Dinge, die kein Segler  braucht.  Aber was soll man tun, da muss man einfach durch.
13.Seetag  (16.03.2012) zurückgelegte sm :  118
In der Nacht ist der Wind eingeschlafen. Der stille Ozean macht seinen Namen alle Ehre. Wir sind die ganze Nacht durch motort. Die See war glatt wie ein Ententeich. Am Himmel sind die Regenwolken verschwunden.  Nach und nach konnten unsere Blicke den Sternenhimmel sehen. Im Laufe des Tages hat der Wind auf ca. 8 Kn zugenommen. Nun laufen wir unter Segel  ca 5 Kn . Wahrscheinlich werden wir am 24.03.2012 noch nicht auf den Marquesas sein.
14. Seetag  (17.03.2012) zurückgelegte sm :  129
Das Wetter hat sich nicht geändert. Immer noch kein Wind. Marita und Erik backen heute Brote und ehrlich- es riecht wunderbar. Heute haben wir nach fünf Tagen  mal wieder ein Schiff gesehen. Birgit und Marita sind an das Funkgerät gegangen und haben mit dem Skipper gesprochen. Es ist ein Australier, der auch zu den Marquesas möchte und dann weiter nach Sydney. Das war eine schöne Abwechslung. Nach einer halben Stunde haben wir uns mit dem Wunsch verabschiedet, uns auf einer der polynesischen Inseln wieder zu sehen.
15. Seetag  (18.03.2012) zurückgelegte sm : 100
Der Wind fehlt  einfach. Nachdem wir viele Stunden vor dem Wind gehalst und nicht viele Seemeilen gut gemacht haben, entschieden wir uns Schmetterling zu segeln. Also, ein Segel auf Steuerbord und ein Segel auf Backbord. Nun nehmen wir direkten Kurs auf die Marquesas. Leider wird, so der  Wetterbericht, auch in den nächsten Tagen kein Wind zu erwarten sein. Inzwischen bereiten wir uns auf die Törns in den Tuamotus und Gesellschaftsinseln ( Tahiti, Bora Bora usw.) vor. 
16. Seetag  (19.03.2012) zurückgelegte sm : 98
Wir haben das Schmetterlingsegeln aufgegeben. Der Wind ( 8 Kn) ist so schwach, und die Segel schlagen. Also bleibt uns nur das Halsen vor dem Wind. Dadurch wird der Weg zum Zielhafen noch längen. 
17. Seetag  (20.03.2012) zurückgelegte sm :  114
Gleiche Situation wie Gestern. Kein Wind , Sonnenschein, ,es wird immer Wärmer. Viele Fragen uns wie wir Navigieren. Wir haben zwar noch einige Papierkarten, benutzen aber grundsätzlich elektronische Karten. Die elektr. Karten befinden sich auf zwei Laptops die unabhängig von einander betrieben werden können.  Da ein Laptop zeitweise ausgefallen ist, haben wir uns auf den Galapagosinseln  einen dritten Laptop dazu gekauft. Das erforderliche Programm heißt OPEN CPN und kann aus dem Internet ( kostenlos) heruntergeladen werden. Die Laptops werden über eine GPS Maus( GPS Antenne) angesteuert. Des weiteren  befinden sich an Bord noch eine fest eingebaute GPS Antenne mit GPS Gerät und ein GPS Handy. Sollte also ein System ausfallen, können wir jederzeit auf ein anderes zurückgreifen. Wichtig ist, dass immer aktuelle Revierführer  an Bord sind. Bis jetzt hatten wir keine Probleme. Ausgenommen eine Inselzufahrt auf den San Blas Insel, die mir auch mit elektr. Karten zu riskant war. Nicht alle Seegebiete dieser Erde sind kartografisch erfasst. Sie werden auf den elektr. Karten grau dargestellt.  Wie heißt es so schön im Zweifel,  nein.. Wir sind dann eine andere Insel angelaufen. Übrigens  würden wir für unsere Weltumseglung alle notwendigen Papierkarten kaufen, wären  ca. 8000 € fällig . Das Gewicht läge bei ca. 50 Kg. 
8. Seetag  (21.03.2012) zurückgelegte sm  : 102
Keine Veränderung und keine Aussicht auf Wind
19. Seetag  (22.03.2012 ) zurückgelegte sm : 110
Wind 5 bis 10 Kn aus OSO bzw. ONO . Der Passat  schläft immer noch
20. Seetag  (23.03.2012)  zurückgelegte sm : 113
Heute habe ich,  Birgit Geburtstag ,den ich ja eigentlich auf Hiva Oa feiern wollte. Wir müssen aber bis dort noch 400 Seemeilen zurücklegen. Morgens um 6 Uhr werde ich mit "Happy Birthday" zu meiner Wache geweckt, mein Frühstück ist vorbereitet und kleine Geschenke warten auf mich (eine Tüte Wallnüsse, Niveacreme, ein kleines Kosmetiktäschchen aus Hongkong). Uwe hat mir eine schwarze Perle der Südsee versprochen. Ich habe noch schnell Pudding gekocht und einen Kuchen gebacken. Nun konnte die "Party" steigen. Besonders schön waren die Anrufe bei meinen Eltern, Freunden und natürlich bei meiner großen Tochter Jana, die mit mir Geburtstag hat. Mit einem schönen Abendbrot klang dann mein Tag mitten auf dem Pazifik aus.
21. Seetag  (24.03.2012)  zurückgelegte sm : 117
Das Wetter hat sich nicht geändert. Der Passat will einfach nicht wehen. Ab gestern wird motort .Natürlich mit Segelunterstützung  so weit es geht. Wir haben die Drehzahl so optimiert, dass wir mit 1600 U/ min ca.20 l Diesel verbrauchen und 50 sm zum Ziel schaffen. Klabauti ( unser Klabautermann) hat wieder zugeschlagen. Diesmal im positiven Sinne. Die Seewasserpumpe ist seit Portugal kaputt. In Madeira ( Portugal) habe ich sie das erstemal reparieren  lassen. Über den Atlantik war sie wieder kaputt und ich habe sie erneut ( Martinique) für 480 € reparieren lassen. Ergebnis sie leckt immer noch. Nach ca. 5000 sm leckt sie nicht mehr. Technisch ist das nicht zu verstehen. Da muss der Klabauti seine Hand im Spiel gehabt haben. 
22. Seetag  (25.03.2012)  zurückgelegte sm : 101
Schönes Wetter aber kein Wind. Trotzdem werden wir am 27.03.2012 auf den Marquesas einlaufen. Ich werde die Zeit nutzen und mal ausrechnen ,wie viele Seemeilen wir seit dem 10.07.2011 zurückgelegt haben. Also es sind  rund 10900 sm. Das entspricht in etwa eindrittel unserer Reise. Das Schiff hat bis jetzt keine großen Reparaturen erfordert. Wir konnten alles mit Bordmittel reparieren. Außer der Notgenerator den wir bei "Kompass" gekauft haben. Die elektr. Zündung konnten wir an Bord nicht reparieren. "Kompass hat  kostenlosen Ersatz zugesagt . Hier haben wir im Vergleich zu anderen Schiffen unserer Flotte Glück gehabt. Hoffentlich bleibt es so. - dreimal Holz-
23. Seetag  (26.03.2012 ) zurückgelegte sm :  83
Es wird Zeit das wir ankommen. Ich denke manchmal an W. Erdmann und die Einhandsegler die viele Tausende Seemeilen  alleine zurücklegten. Heute bewundere ich Ihn noch mehr als früher. Wir haben immer Abwechslung können uns unterhalten. Können 6 bzw. 8 Stunden am Stück schlafen. Welch ein Luxus!
24. Seetag  (27.03.2012)  zurückgelegte sm :  111   um 12 Uhr  ( noch 48 sm bis  zum Ziel) 
Das Wetter hat sich gebessert wir bekommen guten Wind und können den Kurs direkt nach Hiva OA anlegen. Um 18:30 Uhr, lokaler Zeit fällt der Anker in der Bucht von Atuona (Pos. 9° 46' S  /  139° 04' ) Wir sind überglücklich und überwältigt von der wunderschönen Bucht.Wir alle haben noch nie in unserem Leben so ein sattes Grün und so üppige Vegetation gesehen.

Drei Wochen nur blaues Wasser und auf einmal soooooo viel Natur, einfach nur perfekt.

Bild oben Links :  Unter Segel und Motor                                       Bild unten Links  :   nach 10 Tagen ein australischer Segler
Bild Mitte : Geschenk der Fischer                                                   Bild unten Rechts :  Marita am Ruder nach der Gewitterfront
Bild oben Rechts : Abendstimmung                                                 zurück   Törnberichte

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