1 Abschnitt , Ralswiek zu den Canaren           4. Etappe   Brest nach La Curuna  (Spanien)                                         zurück  Karte

Es ist  Dienstag  der 30.08.2011 ,13,30 Uhr ,und ich sitze im Salon unserer Juba. Es wird Zeit dass ich mit dem Reisebericht beginne. Gestern sind wir gegen 18 Uhr in Viveiro an der spanischen Küste eingelaufen. 
Gabi, Klaus, Sabine und Ralf sind nach einem  schönen und interessanten Segeltörn von  Brest  aus nach Hause geflogen .
Wir möchten uns noch mal für Ihre gute Seemannschaft bedanken.
Michi, Birgit und ich sind am Sonntag (21.08.2011) von Brest nach Camaret sur Mer gesegelt. Camaret sur Mer haben wir , als günstigsten Hafen an der französischen Küste für die Biscayaüberquerung gewählt. Leider mussten wir eine Woche auf günstiges Wetter warten. Aber an Boot gibt es immer Arbeit und die Sparziergänge am Nachmittag lassen den Tag schnell vorübergehen. Am Sonnabend den 27.08.2011 war es dann soweit , der deutsche Wetterdienst ( Streckenwetter Biscaya) gab für vier Tage günstige Bedingungen, also Leinen los und um 12 Uhr mit dem auslaufenden Strom in Richtung Spanien. Die Biskaya machte uns im allgemeinen keine Probleme , wir haben 2 Tage und 8 Stunden gebraucht.
Anmerkungen von mir:
Die Überquerung der Biscaya kann unter Nichtbeachtung der geografischen (durch abrupter Übergang von tiefem in flaches Wasser entsteht bei mäßigem Sturm eine hohe Dünnung) und metrologischen ( Zugbahn vieler atlantischer Tiefdruckgebiete) Bedingungen ein harter  und gefährlicher Segeltörn werden. Die meisten Segler warten in den Starthäfen so lange bis optimale Wetterbedingungen vorherrschen, das kann schon mal eine Woche dauern.  

Meine Erfahrung (Michi) mit meiner ersten Biscaya-Überquerung
Wir hatten am ersten Tag einen schönen Nordwester mit 4 Windstärken, der auch mal eine höhere Welle, Gott sei Dank, aber 
langgezogene Welle mit sich brachte. Zu unser aller Erstaunen bekamen wir schon in den ersten Stunden Delphin- Besuch. Leider ließ in der Nacht zu Sonntag der Wind nach, sodass wir leider den Motor anschmeißen mussten. Dieses blieb leider den ganzen Sonntag so. Das Motorengeräusch aber ließ anscheinend ein paar Wale nicht davon abhalten die Juba genauer zu studieren. Und wir konnten Walwatching betreiben. In der Nacht zu Montag kündigten Ostwellen einen kommenden Wind aus Ost an. Bevor dieser Wind aber nun eintraf, hatten wir eine kostenlose Achterbahn. Rauf runter, links rechts usw. Als der Wind nun endlich da war ging es richtig (mit bis zu 9 Kn) rasant in Richtung Viveiro. Es ist schon etwas besonderes in die Nacht hinein- bzw. hinaus zusegeln, auch wenn man dadurch in seinem Tagesablauf gestört wird. 
Nach 2 Hafentagen in Viveiro ging es dann weiter nach La Curuna,Camarinas, Cabo Finesterre bis nach Portosin im Ria de Muros.Wir sind von der Gastfreundlichkeit der Spanier positiv überrascht
Zum Abschluss meines 3 1/2 Wochentörns möchte ich Uwe und Birgit einen besonderen Dank zukommen lassen.
Mit ihrer Ruhe, Erfahrung und Gastfreundlichkeit haben Sie diesen Törn für mich einmalig werden lassen. Vielen Dank

Noch einige Gedanken von Birgit und mir. Ja wir können Michi zustimmen ,die Gastfreundschaft der Spanier hier in Galicien haben auch wir als sehr angenehm empfunden. Übrigens das haben wir  2005/2006 als wir schon einmal diese Küstenlandschaft mit dem Boot entlanggesegelt sind  genauso gespürt.
Michi ist heute  am 05.09.2011 von Bord gegangen um ab morgen wieder pünktlich im Büro zu sein.
Birgit und ich bleiben noch einen Tag (Wäsche waschen, usw.). Morgen geht es weiter in Richtung Lissabon , wo uns Helga, Bernhard und Susanne am 17.09. erwarten.

Bild oben links ,  Michi nach der Nachtwache          Bild oben mitte,  Juba in Viveiro        Bild oben rechts,  Birgit u. Michi Ausflugsessen     Bild unten links , die " Deutschland" in La Curuna        Bild unten mitte,  kaltes Wetter    Bild unten rechts ,  Kap Finesterre
 
  
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