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Karibik, St. Lucia ,Januar 2009- Der Aufstieg 

 Die Crew   bei    der      Silvesterfeier                 am Strand                                        beim Schnorcheln         

           





Wenn man in St. Lucia in eine Gaststätte geht, bekommt man ein gutes 
einheimisches Bier  mit dem  Namen " Piton" angeboten. 
Der interessierte Urlauber weiß sofort ( zu mindestens bis zum fünften Bier), dass Piton  auch für das Wahrzeichen von St. Lucia steht, sich in der Flagge wiederfindet und mit einem herrlichen Ausblick (falls man es bis oben schafft) belohnt wird.

Egal, Susanne und Edgar bergsteigerisch veranlagt, wollten es wissen. 
So segelte die" Juba " nach Soufriere, einem traditionellen Fischerdorf auf St. Lucia. Nachdem die Juba an einer Mooring festgemacht war, begann die Crewbesprechung. Am nächsten Tag  soll es los gehen. Während Susanne und Edgar den Petit Piton besteigen und Gaby  eine  Wegstrecke mitgeht, sollte die Juba  in die Rodney Bya  segeln und auf sie warten.

Einen Bergführer kann man in der Bucht ohne Probleme bekommen .
Sie kommen mit Ihren Booten längsseits und bieten Bergtouren an. 
Unsere drei Abenteurer hatten ( wie sich später herausstellte), Glück,
als sie sich für Aaron und sein Boot die " Ethopia " ( fünf Meter lang 
und 80 PS Außenborder) entschieden.
Ja und alles kostet Geld. 
450 EC-$ für 3 Personen mit dem Boot zum Strand unterhalb des Berges, Besichtigung des Vulkans  mit Schwefelquellen,  Bergführer, Taxi  zum Wasserfall und zurück bis in die Rodney Bay 
30   EC-$ für Besichtigung und Führung Wasserfall
36   EC-$ für Besichtigung und Führung Schwefelfelder
Gesamt  526 EC-$ (ca. 150 Euro) also pro Person 50 Euro
     
Auf dem Bild sehen wir den Petit Piton ( 750 m). Da hinter liegt der
Grand Piton (790m)
Der Grand Piton ist von den Beiden der leichter zu besteigende Berg.

Natürlich haben sich Susanne und Edgar für den Petit Piton entschieden.

Der Aufstieg hatte unsere beiden Segelfreunde bis an ihre Grenzen 
beansprucht. Beim Segeln  bilden sich Segelbeine ( die mit jedem 
Urlaubstag ausgeprägter werden) aber für das Bergsteigen nicht gerade 
förderlich sind.



Egal ,die Juba lag in der Rodney Bay und wartete auf einen mündlichen 
Bericht, der am späten Nachmittag mit dem Eintreffen der Crew wie folgt  geliefert wurde:
Der Aufstieg dauerte drei Stunden der Abstieg zwei Stunden. Die
gesamten 750 Höhenmeter waren sehr steil, teilweise rutschig und glatt kurzzeitig hatte es geregnet ,was die Sache noch schwieriger machte. Die gesamte Strecke war nur mit Seilsicherung und Seilpassagen zu bewältigen.
Ab der Shoulder ca. zweidrittel der Strecke sind sechs Seilpassagen mit 
teilweise schlechten Seilen ,davon eine Schlüsselstelle ca. vier Meter glatter Fels ohne Trittmöglichkeit ( nur Armkraft) zu bewältigen.

Kann Segeln nicht schön sein oder doch Bergsteigen oder Beides ?

Einige Tipps von Susanne und Edgar:
erfahrene Klettersteiggeher ( Schwierigkeitsgrad 3 von 6) sollten den
Weg nur gehen
-feste Bergschuhe sind ein muß
-zusätzlich zu den vorhandenen Seilen sollten ein ca. 10 m langes Seil
 mitgenommen werden.
-auf Grund der mangelnden Sicherheit ist eine Begehung offiziell nicht zu   empfehlen.   
-wer nur Segelbeine hat, sollte den Grand Piton  nicht begehen

Das Bild sagt alles, schaut in die Gesichter : Zufriedenheit und Erschöpfung.
360 Grad Ausblick
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